Joooo, das "Spielchen" kennen wir auch :kloppe:
Mit dem Unterschied, dass ich mindestens 40 Kg...bei 2 Hunde, ca. 70 Kg halten musste :boxen: und bei Schnee und Eis es ein "Horror-Trip" war!
Heute haben wir das Problem in-den-Griff bekommen, indem wir eine Zeit lang nur getrennt mit den Hunden raus gegangen sind und konsequent geübt haben. (Hat Nerven und viel Zeit gebraucht, aber mein Rücken dankt es mir heute) :girl_grinsen:
Bei fremden Hundebegegnungen an der Leine nehme ich meinen Hund an kurzer Leine hinter mir, gehe stramm und selbstbewusst an den anderen Hund vorbei und beim kleinsten Anzeichen meines Hundes, Rute hoch, Knurren, steifer Gang, sage ich gaaaaaaaaaaaaaaanz ruhig ohne Hektik "naaaaaa" und gehe gezielt weiter ohne den anderen Hund zu beachten.
Sind wir vorbei und haben den individual-Abstand erreicht, lobe ich meinen Hund ganz "doll"
Kommt ein fremder unangeleinter Hund auf uns zu und ich sehe dass es zu einer Rauferei kommen könnte, nehme ich meinen auch wieder sofort an die Leine hinter mir, gehe auf den fremden Hund einen Schritt zu, halte eine Hand wie ein "Stopzeichen" dem Hund entgegen und sage laut "Stop" oder "Ab". In den meisten Fällen bleiben die Hunde stehen oder sie drehen ab bzw. gehen zu ihren Haltern zurück.
Wichtig dabei ist nur, dass wir Halter sehr selbstbewusst, ruhig aber bestimmt auftreten somit signalisieren wir unserem Hund, dass wir ihn schützen bzw. die Sache selber regeln! Das baut ein großes Vertrauen und Bindung zum Hund auf und er hat keinen Stress, denn er weiß, dass wir alles im-Griff haben.
Mit dieser Methode bin ich sehr gut gefahren. Früher bin ich auch stehen geblieben und habe meinen Hund ins Sitz gebracht....aber das war der reinste Stress für ihn, denn im Sitz oder Platz baut sich der Stress-Pegel so schnell auf und man hat fast keine Chance den Hund zu beruhigen.
Ablenkung mit Spieli oder Futter geht teilweise auch...bis zu dem Tag, wenn Hund merkt..."Ohhh, Spieli aus der Tasche heißt Feind im Anmarsch"
Diese Methode lernt man nicht von heute auf morgen, wie fast alles, aber mit konsequenter Übung, klappt das ziemlich schnell.
Ich habe damals bewusst solche Begegnungen gesucht, d.h. bin nicht mehr ausgewichen wenn ein anderer Hund unseren Weg kreuzte, damit ich gezielt üben konnte.
Heute habe ich das Glück, dass mein "Senior" ehhh dem Streß aus dem Weg geht :hüpf: und mein weißes Monster es endlich geschafft hat, MIR die Führung zu überlassen.
Ohhhhh wie sind die Spaziergänge heute entspannt :sekt:
LG